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Der Übergang von Klasse 4 zu 5: Warum jetzt Nachhilfe sinnvoll ist
Schulwechsel

Der Übergang von Klasse 4 zu 5: Warum jetzt Nachhilfe sinnvoll ist

22. Nov 2025 Lesezeit: ca. 6 Minuten Von Jenny

Warum der Schulwechsel eine Herausforderung ist


Der Übergang von der Grundschule (Klasse 4) auf das Gymnasium, die Realschule, die Gesamtschule oder in der Schweiz auf das Langzeitgymnasium ist für viele Kinder eine der grössten Veränderungen in ihrer bisherigen Schulzeit. Innerhalb weniger Wochen ändert sich nahezu alles: die Lehrkräfte, die Mitschüler, das Gebäude, der Schulweg, die Anforderungen und die Arbeitsweise.


Was viele Eltern nicht wissen: Studien zeigen, dass bis zu 40 % aller Schüler nach dem Schulwechsel einen vorübergehenden Leistungsabfall erleben. Dieser sogenannte „Übergangsknick" ist normal – aber er muss nicht sein. Mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung kann der Übergang reibungslos gelingen.


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In der Schweiz steht mit der Gymiprüfung (Aufnahmeprüfung ans Gymnasium) eine zusätzliche Hürde an, die besondere Vorbereitung erfordert. Mehr dazu findest du in unserem Artikel zur Gymiprüfung Zürich.

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Was sich in Klasse 5 konkret ändert


Wechselnde Lehrkräfte


In der Grundschule hatten die Kinder meistens eine oder zwei feste Bezugspersonen, die fast alle Fächer unterrichtet haben. In der weiterführenden Schule gibt es plötzlich 8-10 verschiedene Lehrkräfte – jede mit eigenem Unterrichtsstil, eigenen Regeln und eigenen Erwartungen. Manche Kinder brauchen Monate, um sich an diesen Wechsel zu gewöhnen.


Höheres Lerntempo


Der Stoffumfang nimmt deutlich zu. In Mathematik werden abstrakte Konzepte eingeführt, die weit über das hinausgehen, was in der Grundschule vermittelt wurde. In Deutsch werden plötzlich längere Aufsätze, Textanalysen und Erörterungen erwartet. In Englisch beginnt der systematische Grammatikunterricht mit Zeiten und Zeitformen.


Neue Fächer


Je nach Schulform und Bundesland kommen in Klasse 5 oder 6 neue Fächer hinzu: Physik, Chemie, Biologie als eigenständige Fächer (statt Sachunterricht), Französisch als zweite Fremdsprache, und oft auch Informatik.


Selbstständigkeit und Organisation


Von den Kindern wird mehr Eigenverantwortung erwartet: Sie müssen Hausaufgaben aus verschiedenen Fächern koordinieren, Materialien für den nächsten Tag packen, Termine im Blick behalten und selbstständig für Tests lernen. Das sind Kompetenzen, die in der Grundschule oft noch nicht in diesem Umfang gefordert waren.


Typische Problemfelder beim Schulwechsel


Mathematik


Die häufigsten Probleme in Klasse 5 Mathematik sind:

  • [Bruchrechnung](/blog/bruchrechnung-einfach-erklaert): Viele Kinder haben kein solides Verständnis von Brüchen
  • Dezimalzahlen und ihre Umrechnung
  • [Textaufgaben](/blog/mathe-textaufgaben-loesen): Die Aufgaben werden komplexer und erfordern systematisches Vorgehen
  • Geometrie: Von einfachen Formen zu [Berechnungen mit Formeln](/blog/mathe-geometrie-grundlagen)
  • Das Einmaleins sitzt bei vielen Kindern noch nicht sicher genug

  • Deutsch


    In Deutsch steigen die Anforderungen besonders im Bereich Schreiben:

  • Längere Aufsätze mit klarer Struktur (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
  • Erste Textanalysen und Interpretationen
  • Komplexere Grammatik: [Kommasetzung](/blog/deutsche-grammatik), Konjugation, Zeitformen
  • Rechtschreibung wird strenger bewertet

  • Englisch


    Für viele Kinder ist Englisch in der Grundschule noch spielerisch gewesen. In der 5. Klasse wird es plötzlich ernst:

  • Systematische Grammatik: [Present Simple und Continuous](/blog/english-tenses-uebersicht), Verneinung, Fragenbildung
  • Regelmässiges [Vokabellernen](/blog/englisch-vokabeln) wird Pflicht
  • Erste schriftliche Texte auf Englisch
  • Hörverstehen und Leseverstehen werden getestet

  • Wie erkennen Eltern, dass ihr Kind Hilfe braucht?


    Nicht jeder Notenabfall nach dem Schulwechsel ist automatisch ein Alarmsignal. Ein leichter Rückgang in den ersten Wochen ist normal und gibt sich oft von selbst. Aber es gibt Warnsignale, die auf tieferliegende Probleme hinweisen:


  • Die Noten fallen in mehreren Fächern gleichzeitig um mehr als eine Note
  • Das Kind hat keine Lust mehr auf Schule und zeigt Vermeidungsverhalten
  • [Hausaufgaben](/blog/hausaufgaben-motivation) werden regelmässig zu Streit in der Familie
  • Das Kind klagt über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Schlafprobleme vor Schultagen
  • Die Lehrkräfte melden Probleme bei der Mitarbeit oder dem Sozialverhalten
  • Das Kind zieht sich zurück und hat weniger Freude an Aktivitäten

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    Wenn mehrere dieser Anzeichen gleichzeitig auftreten und über mehr als 4-6 Wochen anhalten, sollten Sie handeln. Je früher Sie unterstützen, desto einfacher ist es, die Situation zu verbessern.

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    Wie Nachhilfe beim Übergang hilft


    Lücken aus der Grundschule schliessen


    Oft liegt das Problem gar nicht im neuen Stoff, sondern in Lücken aus der Grundschule. Wenn die Grundrechenarten nicht sicher sitzen, wird Bruchrechnung zur Qual. Wenn das Leseverständnis schwach ist, scheitern Textaufgaben in allen Fächern. Ein erfahrener Nachhilfelehrer erkennt diese Lücken schnell und schliesst sie gezielt – das ist effizienter als monatelanges Nachholen in der Schule.


    Den neuen Stoff begleiten


    Parallel zum Schliessen alter Lücken kann Nachhilfe den aktuellen Schulstoff begleiten. Vor-arbeiten (den Stoff vorab durchgehen, bevor er in der Schule behandelt wird) und Nach-arbeiten (Unverstandenes nochmals erklären und üben) sind dabei die beiden wichtigsten Strategien.


    Lerntechniken vermitteln


    Viele Kinder wissen schlicht nicht, wie man effizient lernt. In der Grundschule reichte es oft, im Unterricht aufzupassen. In der 5. Klasse müssen Kinder plötzlich selbstständig lernen – und das hat ihnen niemand beigebracht. Gute Lerntechniken und Konzentrationsmethoden sind hier Gold wert.


    Selbstvertrauen aufbauen


    Der vielleicht wichtigste Effekt von Nachhilfe: Sie gibt dem Kind das Vertrauen zurück, das durch schlechte Noten verloren gegangen ist. Wenn ein Schüler merkt, dass er den Stoff versteht und Aufgaben lösen kann, steigt die Motivation automatisch.


    Der richtige Zeitpunkt für Nachhilfe


    Am besten beginnt man mit der Unterstützung bereits in den Sommerferien vor dem Wechsel oder spätestens in den ersten Wochen der 5. Klasse. Zu diesem Zeitpunkt können Wissenslücken geschlossen werden, bevor sie sich verfestigen und zu einem Schneeballeffekt führen.


    Auch wenn die Noten in der Grundschule gut waren, kann eine präventive Begleitung sinnvoll sein – besonders beim Wechsel aufs Gymnasium, wo die Anforderungen sprunghaft steigen.


    Praktische Tipps für Eltern


    1. **Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck.** Der Schulwechsel ist auch emotional eine grosse Herausforderung. Zeigen Sie Verständnis für vorübergehend schwächere Noten.


    2. **Sprechen Sie regelmässig mit den Lehrkräften.** Die ersten Elternabende und Sprechstunden sind wichtig, um ein realistisches Bild zu bekommen.


    3. **Helfen Sie bei der Organisation.** Ein fester Arbeitsplatz, ein Hausaufgabenplaner und eine gepackte Schultasche am Vorabend reduzieren den Stress.


    4. **Fördern Sie soziale Kontakte.** Neue Freundschaften in der neuen Klasse sind enorm wichtig für das Wohlbefinden. Laden Sie Klassenkameraden ein.


    5. **Feiern Sie kleine Erfolge.** Jede bestandene Arbeit, jede verbesserte Note verdient Anerkennung.


    6. **Holen Sie sich rechtzeitig Hilfe.** Professionelle Nachhilfe ist keine Schwäche, sondern kluge Vorsorge. Bei TutorWave bieten wir speziell auf den Schulübergang zugeschnittene Begleitung an.


    Fazit: Der Übergang ist eine Chance


    Der Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule muss kein Schreckgespenst sein. Mit der richtigen Unterstützung – ob durch Eltern, Lehrkräfte oder professionelle Nachhilfe – kann er zu einer positiven Erfahrung werden, die Kinder stärker und selbstständiger macht. Das Wichtigste ist: Handeln Sie frühzeitig und begleiten Sie Ihr Kind durch diese wichtige Phase.


    Häufig gestellte Fragen (FAQ)


    In welcher Klasse wechselt man auf die weiterführende Schule?

    In den meisten deutschen Bundesländern nach Klasse 4, in Berlin und Brandenburg nach Klasse 6. In der Schweiz ist der Übergang ans Langzeitgymnasium nach der 6. Klasse der Primarstufe.


    Ist ein Notenabfall nach dem Schulwechsel normal?

    Ja, ein leichter Rückgang in den ersten Wochen bis Monaten ist normal und betrifft bis zu 40 % der Schüler. Wenn der Abfall allerdings anhält oder sehr stark ist, sollte man handeln.


    Wie kann ich mein Kind auf den Schulwechsel vorbereiten?

    Besuchen Sie den Tag der offenen Tür der neuen Schule, üben Sie den Schulweg, sprechen Sie über die Veränderungen, und arbeiten Sie in den Sommerferien spielerisch Grundlagen nach – besonders in Mathe und Deutsch.


    Ab wann sollte man Nachhilfe nehmen?

    Idealerweise präventiv in den Sommerferien vor dem Wechsel oder spätestens nach den ersten 4-6 Wochen, wenn sich Probleme abzeichnen. Je früher, desto besser.


    Erklärvideo zum Thema

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